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Von der Klinik für die Klinik

 
 

In Wien entsteht ein neues Forschungszentrum für Molekulare Medizin, das einen Brückenschlag zwischen Grundlagenforschung und Klinik bildet. Der neue Standort soll neue Maßstäbe für eine moderne, wissenschaftsfundierte und patientennahe medizinische Forschung setzen.

Die Entschlüsselung des menschlichen Genoms im Jahr 2001 war ein Wendepunkt in der Forschung. Sie ermöglichte ein neues, molekulares Verständnis biologischer Systeme, auf dem auch die Strategie des Forschungszentrums für Molekulare Medizin – CeMM in Wien basiert. Diese post-genomische Forschung soll für ein besseres Verständnis der molekularen Grundlagen von Krankheiten sorgen. Dies ermöglicht, zum Beispiel, vorauszusagen, mit welcher Wahrscheinlichkeit eine bestimmte Krankheit ausbrechen könnte, außerdem erleichtert es die Entwicklung personifizierter Therapien.

"Ein Gebäude mit einer Seele"
Auf dem Gelände des AKH in Wien entsteht seit 18 Monaten das neue Forschungszentrum für Molekulare Medizin. Bei dem Projekt handelt es sich um eine Zusammenarbeit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, der Medizinischen Universität, der Stadt Wien und des Bundesministerium für Forschung und Wissenschaft.

Das neue CeMM-Gebäude wird eine einmalige Möglichkeit bieten, „die Grundlagenforschung und die klinische Forschung zu vereinen, in einem Gebäude mit einer Seele“, so der wissenschaftliche Direktor und Gründer des CeMM, Professor Giulio Superti-Furga.  In Zukunft wird diese Forschungseinrichtung komplementär und kompetitiv mit den Universitätseinrichtungen zusammen arbeiten. Dabei ist die interdisziplinäre Grundlagenforschung als Ergänzung zu Forschung und Lehre zu sehen.

Das CeMM ist eine GmbH der österreichischen Akademie der Wissenschaften mit dem Ziel, medizinische Forschung auf molekularer und zellulärer Ebene und ihre klinische Anwendung und praktische Umsetzung zu betreiben. Die enge Zusammenarbeit von hochqualifizierten Ärzten und Grundlagenforschern verschiedener Fachbereiche ist die Voraussetzung.

Nah am Patienten
Bereits jetzt forschen mehrere CeMM-Projektgruppen anwendungsorientiert auf dem Gebiet der Molekularmedizin, wobei Krebs, Entzündungsprozesse und immunologische Krankheiten zu den wichtigsten Forschungsgebieten zählen.

Kampf gegen die Lungenentzündung
Mit einem  besonders interessanten Forschungsbereich befassen sich  die jungen Wissenschaftlerinnen in Team von Sylvia Knapp.  „Unsere Forschung beschäftigt sich mit der Lungenentzündung. Das ist die häufigste schwerwiegende Infektion beim Menschen weltweit, die leider auch sehr häufig mit dem Tod verbunden ist. Bei Intensivpatienten weiß man, dass sie unabhängig von ihrer Grunderkrankung sehr häufig eine Lungenentzündung bekommen und man weiß nicht genau, warum das der Fall ist“.  Zusammen mit ihren Kollegen und Kolleginnen, die aus der  ganzen Welt nach Wien gekommen sind um hier ihr Doktoratstudium abzuschließen, forscht Knapp an neuen therapeutischen Methoden, die den Intensivpatienten zu Gute kommen.

 

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November 2009 / Olivera Stajic

Den gesamten Artikel lesen Sie in der November-Ausgabe des pfm-Magazins.

 

 

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