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TV gegen Mobilfunk – Kampf um die Frequenzen
Die größte Herausforderung bei mobilem Breitband ist das Bereitstellen der entsprechenden Kapazitäten. Das Volumen, das etwa im Netz der Mobilkom transportiert wird, verdoppelt sich jedes Jahr. Da ist es nicht nur nötig an der Funkschnittstelle aufzurüsten, auch der Abtransport des Verkehrs von der Basisstation muss mit entsprechend breitbandigen Technologien gesichert sein – die Anbindung der Stationen via Glasfaser wird nötig. Um die Kapazitäten auf der Funkseite aufzurüsten haben T-Mobile, Mobilkom und 3 sehr frühzeitig mit dem Rollout von HSPA+ begonnen. HSPA+ ist jetzt von allen Anbietern kommerziell mit entsprechenden Endgeräten verfügbar. Da es nicht nur um die erzielbaren Maximalgeschwindigkeiten geht, sondern um möglichst hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten für die wachsende Zahl an Kunden mit mobilem Breitband, wurden verkehrsintensive Gebiete quer durch Österreich mit HSPA+ ausgestattet. Diese Technologie ist derzeit kommerziell verfügbar, es gibt entsprechende Endgeräte und sie kann auf der bestehenden Infrastruktur betrieben werden. Die weiteren Entwicklungsschritte bei HSPA+ sind: Noch dieses Jahr werden Maximalgeschwindigkeiten bis 28 Mbit/s und im nächsten Jahr bis zu 42 Mbit/s verfügbar. Der nächste Schritt Der Knackpunkt für die Verfügbarkeit von LTE mit Geschwindigkeiten von zunächst bis zu 170 Mbit/s und später bis 300, ist aber der Zugriff auf Frequenzen. Der Frequenzbereich um 2,6 GHz wird in Österreich Anfang nächsten Jahres vergeben. Der Ausbau damit ist aber teuer, da die Funkwellen nur eine geringe Reichweite haben, eine schlechte Indoor-Coverage ergeben und daher viele teure Basisstationen errichtet werden müssten. Viel kostengünstiger wäre ein Ausbau im derzeit dem Rundfunk vorbehaltenen Frequenzband von 790 bis 862 MHz. Experten wie der CTO von Orange, Elmar Grasser, schätzen, dass damit die Kosten nur ein Zehntel bis ein Fünftel des 2,6 GHz Bereichs betragen. Deshalb sagt auch Mobilkom CTO Johann Pichler: "Ein Ausbau von LTE in ländlichen Gebieten ist praktisch nur im 800 MHz Bereich finanzierbar." Versteigerung in Deutschland Umgekehrt warnen aber der ORF und Branchen wie die Kabelanbieter und die Kulturveranstalter vor einer Vergabe dieser Frequenzen an den Mobilfunk. Dadurch werde die Umrüstung terrestrischen Fernsehens auf DVB-T2, das HD-Qualität liefern kann, unmöglich oder erschwert. Mobilfunk auf der 800er-Frequenz stört auch die im Theater oder bei Veranstaltungen genützte Technik von Drahtlosmikros. Ebenso störanfällig sind die Set-Top-Boxen für das Kabelfernsehen. Vodafone plant in Deutschland mit der Digitalen Dividende die "white Spots" im ländlichen Bereich abzudecken, denn dieses Frequenzband hat Reichweiten von 15 bis 20 Kilometer. Der weltweit größte Mobilfunker bietet dafür extrastarke Modems mit bis zu 50 Mbit/s und will später auf 170 Mbit/s aufrüsten. Damit entsteht natürlich für das Festnetz und Internet via Kabel massive Konkurrenz. [...] Oktober 2009 / Peter F. Mayer Den gesamten Artikel lesen Sie in der Oktober-Ausgabe des pfm-Magazins. ( )© Telekom-Presse
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