Ganz ohne lästige Schweißperlen bergauf strampeln und dabei die Natur genießen, so lautet die frohe Botschaft, die derzeit in der Freizeit-Szene erklingt. Der österreichische Fahrrad- und Motorradhersteller KTM verpasst seiner neuen Fahrrad-Generation einen Elektromotor und verspricht unbeschwerte Fahrfreuden, ganz adäquat für Bewegungsmuffel. Neben Kunden, die aus gesundheitlichen Gründen Hilfe beim Fahrradfahren brauchen, stellen E-Bikes auch eine gute Alternative für Berufstätige dar, die nicht verschwitzt in der Arbeit erscheinen wollen und deshalb oft auf das Fahrrad als Transportmittel verzichteten.
Urbanes Design
Optisch erinnert das Energo Cross an ein herkömmliches City-Bike, das zugegebenermaßen als edle Variante mit schickem Ledersattel und urbanem Design die Fahrradschmiede verlässt. Einzig der im Hinterrad eingebaute Elektromotor sowie der Akku weisen auf einen elektrisch betriebenen Untersatz hin. Damit erntet man schon mal die ersten neugierigen Blicke an der Straßenkreuzung.
Die Lithium-Ionen-Batterie ist in einer Plastikbox innerhalb des Rahmengestells befestigt und kann direkt vom Fahrrad an einer Steckdose aufgeladen werden. Das Durchhaltevermögen des Akkutreters reicht bis zu 15.000 km, so KTM. Dank der Rekupperierung der Bremsen, also der Rückführung der Bremsenergien in den Stromkreislauf, sinkt zudem der Energieverbrauch spürbar. So lässt sich die Batterie während der Fahrt um bis zu 14 Prozent wieder aufladen. Voll aufgeladen hält der Akku eine Distanz von bis zu 40 Kilometern durch, danach muss mit eigener Kraft gestrampelt werden. Die exakte Reichweite ist jedoch individuell und bewegt sich zwischen 25 und 90 km. Dabei wirken diverse Faktoren wie Grad der Unterstützung, Wetterbedingungen und Bodenverhältnisse mit. Das Energo Cross ist mit einer Acht-Gang-Shimano-Schaltung mit Drehgriff ausgestattet. Auf der Lenkstange ist der Tachometer montiert, auf dem der Unterstützungsgrad vierstufig reguliert werden kann. Tatsächlich ist der Antriebsmotor kaum hörbar und ermöglicht selbstständig das Anfahren – ohne jegliche Pedalanstrengung des Bikers. Und da haben wir sie – eine weitere Möglichkeit für verdutzte Gesichter zu sorgen: Geht die Ampel auf Grün, lassen Sie das Wort 'losstrampeln' samt Radfahrerschaft hinter sich und sind innerhalb von zwei Sekunden auf der anderen Straßenseite. Herrlich! Bei jedem Tritt werden dem Radfahrer bis zu 250 Watt geschenkt, doch wir vertrauen auf die entwicklungstypische Manier der Hersteller und freuen uns auf zukünftig höhere Geschwindigkeiten.
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September 2009 / Eva Zelechowski
Den gesamten Artikel lesen Sie in der September-Ausgabe des pfm-Magazins.
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Suchbegriffe: Schweißtreibend war gestern