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Neue Wege für Business-Lösungen

 
 

Software-Trends: Dem SaaS-Modell wird eine prosperierende Zukunft vorausgesagt. Außerdem profitieren immer mehr Unternehmen vom Model des Software-Leasings.

Der Markt für Business-Software gestaltete sich im Jahr 2009 schwierig, da die globale Finanzkrise die Investitionslust von Unternehmen stellenweise auf den Gefrierpunkt sinken ließ; da half auch nicht viel, dass die Business-Software-Hersteller zurecht darauf hinwiesen, dass gerade in Zeiten der Krise ein Upgrade oder eine Neuinstallation einer Unternehmenssoftware auch beim Sparen helfe – längerfristig.

Neue Verhandlungen
Leider waren viele Unternehmen aber dazu angehalten, auch solche Investitionen zurückzufahren und verfielen vielmehr darauf, ihre bestehenden Softwareverträge neu auszuverhandeln. Ein prominentes Beispiel dafür ist Siemens, das seine Wartungsverträge mit SAP neu gestaltete und großen Druck auf die Walldorfer ausübte. Im Oktober ist es schließlich zu einer Einigung gekommen, dem Vernehmen nach hat Siemens die jährlichen Wartungskosten für seine SAP-Installation von 35 auf 18 Millionen gedrückt.

Kein Wunder also, dass der Business-Software-Riese SAP etwas verstimmt auf die Krise blickt, was im Manager-Jargon „verhalten optimistisch“ heißt. Leo Apotheker, SAP-Chef, meinte zwar kürzlich, dass die schlimmsten Auswirkungen der Krise auf die Branche vorüber seien, man von einem richtigen Aufschwung aber noch nicht wirklich sprechen könne. Notwendig sei nun aber eine „Überarbeitung“ der Vertragsmodelle von SAP und deren Laufzeiten, um vor allem größere Firmen wieder für sich zu gewinnen. Dennoch seien die Wachstumsaussichten „gut“, so Apotheker.

Flexibilität ist gefragt
Man könnte also sagen, die Zukunftsaussichten von Business-Software liegen in der Flexibilität der Installationen und Anwendungen, aber auch in der Art der Maintenance-Verträge, die schließlich einen guten Teil der Gesamtkosten einer Software-Implementierung ausmachen. Hier wollen neue Modelle eingreifen, bei denen etwa bei den Hardwarekosten angesetzt wird, so zum Beispiel das Cloud Computing, oder wo Software als Teil einer komplexen Dienstleistungs-Lösung („Software as a Service, SaaS“) zur Verfügung gestellt wird.

Die Nachfrage nach diesen Lösungen scheint in der Tat zu steigen, da Unternehmen jeder Größenordnung zunehmend Interesse an den kostensparenden Lösungen zeigen, die als gangbare Alternative zum Kauf von Softwarelizenzen und zum Abschluss von langfristigen Wartungsverträgen gesehen werden. Breitbandiges Internet zu annehmbaren Kosten, etablierte Sicherheitstechnologien und eine hohe Verfügbarkeit von Online-Anbindungen („Always-On“) bestärken diesen Trend.

SaaS wächst
Anbieter von SaaS-Lösungen können laut Gartner in diesem Jahr auf einen weltweiten Umsatz von etwa 7,5 Milliarden Dollar hoffen, das sind 17,7 Prozent mehr als noch im vergangenen Jahr. Analysten erwarten, dass SaaS-Lösungen bis 2011 zwischen 20 und 25 Prozent des Softwarelizenzmarktes gewinnen werden. Bis 2013 sollte der weltweite Saas-Markt auf 16 Milliarden Dollar anwachsen.

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Dezember 2009 / Arno Maierbrugger

Den gesamten Artikel lesen Sie in der Dezember-Ausgabe des pfm-Magazins.

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