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Nachhaltige Entwicklung

 
 

Im Rahmen des Doktoratskollegs "Nachhaltige Entwicklung" an der Universität für Bodenkultur werden neue Modelle für den Dialog zwischen unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen sowie zwischen Wissenschaft und Gesellschaft entwickelt.

Im Rahmen des 2007 gestarteten  Doktoratskollegs haben die Doktoranden die Möglichkeit ein inter- und transdisziplinär ausgerichtetes Doktoratsstudium an der BOKU zu absolvieren. Gefördert werden ihre innovativen Forschungen weil sie Fragen nach besserer Umwelt- und Lebensqualität beantworten sollen, und gerade diese Felder im Mainstream der Forschungsförderung kaum Platz finden, erklärt Karolina Begusch-Pfefferkorn vom Forschungsprogramm ProVision. ProVision, ein Forschungsprogramm des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung, ist zusammen mit der Universität für Bodenkultur (BOKU) der Initiator des interdisziplinären Doktoratskollegs.  Das Projekt wird außerdem von den Ländern Wien, Niederösterreich und Steiermark sowie vom Bundesministerium für Land und Forstwirschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft gefördert.

Soziale Landwirtschaft
Interdisziplinäre Forschung, wie sie am Doktoratskolleg "Nachhaltige Entwicklung" betrieben wird, erfordert den Dialog zwischen verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen. Dieser zeigt sich  im breiten Spektrum der bearbeiteten Themen und so auch am Beispiel des  Projekts der Soziologin Renate Renner, die sich mit Sozialer Landwirschaft befasst. Sie untersucht dabei den Einfluss sozialer Beziehungen auf die Entwicklung innovativer Praktiken in der Landwirtschaft. Konkret meint Soziale Landwirtschaft die pädagogische und therapeutische Nutzung von Aufgabenbereichen, die mit der pflanzlichen und tierischen Produktion in Verbindung stehen. Um derart komplexe Fragen untersuchen zu können stützen sich die Forscher auf die Erfahrungen jener Menschen die von Problemen die sich auch Globalisierung und Klimawandel ergeben, betroffen sind, so der Kollegleiter  Andreas Muhar vom Institut für Landschaftsentwicklung, Erholungs- und Naturschutzplanung an der BOKU. Bestes Beispiel für die fruchtbare Zusammenarbeit mit Betroffenen ist der Projektpartner Gerhard Zoubek vom Biohof Adamah. Er versucht mit einem neuen Projekt Langzeitarbeitslose wieder in die Arbeitswelt zu integrieren. Zoubeks persönliche Beziehungen waren der Auslöser für die Projektidee und sind auch von großer Bedeutung für die Realisierung des Projekts.

Klimawandel in den Wiener Parks
Wie vielfältig die Forschungsfragen des Doktoratskollegs Nachhaltige Entwicklung sind, zeigt auch das Projekt, das Stephanie Drlik in Zusammenarbeit mit den Wiener Stadtgärten, der MA 42 und der Wiener Umweltschutzabteilung, der MA 22 realisiert. Die Forscher gehen der Frage nach wie das komplexe Phänomen des  Klimawandels die Herstellung und Erhaltung öffentlicher Parks in Städten beeinflusst.

"Sowohl der Klimawandel selbst, mit seinen immer extremer werdenden Auswirkungen, bedroht die Funktionalität und Qualität von Parks, denn Freiräume sind ja meteorologischen Veränderungen direkt ausgesetzt", erklärt Stephanie Drlik.  Geänderte Nutzungsfrequenzen und neue Anforderungen von Besucherinnen und Besuchern in Parks erfordern auch neue Strategien in der Parkpflege. Dabei sind natürlich Gärtner diejenigen, die als erstes mit Klimawandelauswirkungen in Parks konfrontiert sind. Sie müssen Veränderungen als Klimawandelveränderungen erkennen, vor Ort entsprechend darauf reagieren und Informationen weitergeben, damit von Entscheidungsträgern strategische Maßnahmen gesetzt werden können.

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Oktober 2009 / Olivera Stajic

Den gesamten Artikel lesen Sie in der Oktober-Ausgabe des pfm-Magazins.

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