(Wien, 20.09.2010) Der Internet-Unternehmer Oliver Holle gründete das Investment- und Beratungshaus TheMerger. Er startete mit einem erfahrenen Team an seiner Seite, das in Österreich bereits große Erfolge mit Fusionen erzielt hat. Das Team war 2004 beim Zusammenschluss dreier österreichischer Startups (Sysis, Xidris und Connovation) zu 3United beteiligt. Der Zusammenschluss entwickelte sich in weniger als zwei Jahren zum europäischen Marktführer im Bereich mobiler Mehrwertdienste und wurde 2006 für 55 Millionen Euro an VeriSign, einen börsennotierten US-Konzern, verkauft. Nach dem Verkauf ging Oliver Holle ins Silicon Valley, wo er zwei Jahre lang seine Erfahrung und sein Netzwerk erweiterte.
Sobald ein Unternehmen eine signifikante Umsatzgröße erreicht hat, Gewinne schreibt und seine Technologie in der Branche anerkannt ist, entsteht sehr rasch Interesse von großen Konzernen an einem Kauf. Große internationale Unternehmen lagern gerne das Risiko von Neuentwicklungen aus und kaufen erst dann zu, wenn eine Technologie erprobt und am Markt eingeführt ist. „Wir haben nach dem Merger zu 3United einen strukturierten Verkaufsprozess gestartet und mit Banken genau die Szene geprüft. Es blieben sieben Bieter übrig, von denen eben VeriSign den Zuschlag erhielt“, beschreibt Holle den Verkaufsprozess von 3United.
Erster Merger: System One
Kürzlich schloss TheMerger den ersten besonders vielversprechenden Zusammenschluss ab, obwohl es offenbar noch andere gibt, über die aber noch nichts verlautbart wird. Rückwirkend mit Ende 2009 sind „uma“ und „System One“ fusioniert und werden künftig als „System One“ firmieren. „System One neu“ ist nicht nur klarer Marktführer in Österreich für semantische Lösungen, sondern auch auf globaler Ebene ein vielbeachteter Innovationsführer mit Topkunden wie Siemens, Deutsche Telekom oder BBC.
Der Zusammenschluss wurde von der Organisation und strategischen Planung bis hin zur operativen Umsetzung vom erfahrenen Team rund um „TheMerger“-CEO Oliver Holle begleitet. „TheMerger“ ist mit dieser Transaktion auch als Minderheitsgesellschafter an „System One“ beteiligt. „Durch den Zusammenschluss erreichen wir eine kritische Größe, um international weiter zu wachsen. Unser Kundenportfolio ergänzt sich optimal, sowohl bereichsübergreifend als auch regional, und wir können für unsere Kunden die ganze Wertschöpfungskette von semantischer Softwareinfrastruktur am Backend bis zur Benutzerschnittstelle in allen Kanälen von mobilen Endgeräten, Intranet/Internet bis zum Point of Information/Sale abdecken.“, betont Christian Dögl, CEO von „System One“.
Der Integrationsprozess der beiden Unternehmen ist bereits weitgehend abgeschlossen: „Den faktischen Verschmelzungsprozess der beiden Firmen haben wir von langer Hand vorbereitet, so dass die neue Organisationsstruktur nun steht“, erläutert Oliver Holle. Das Team von „TheMerger“ ist nicht nur beratend zur Seite gestanden, sondern hat sich auch operativ in den Post-Merger Integrationsprozess eingebracht, damit sich das „System One“-Management voll auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren konnte.
Neueste Innovation von „System One“ ist der Einsatz des Produktes „Semantic Skin™“ in der Siemens City Vienna. Weitere Kunden sind unter anderem McKinsey & Company, die Deutsche Telekom, SportScheck (Otto Gruppe), BBC, Focus und die Republik Österreich.
Fragmentierter Markt
Start ups stehen in Europa vor einer ganzen Reihe von Schwierigkeiten. Zunächst tritt einmal die sprachliche und regionale Fragmentierung in Länder als Hindernis und Kostentreiber auf. Die meisten Länder und Regionen verfügen zwar über recht effiziente Forschungsförderungs-Programme, so auch Österreich und insbesondere Wien. Das reicht aber nur zur Produktentwicklung und der meist viel teurere Vertrieb sowie das Marketing können aber nicht mehr finanziert werden. Die Venture-Szene ist dank völlig unbrauchbarer rechtlicher Rahmenbedingungen in Österreich noch weit schlechter entwickelt als in anderen Ländern Europas.
Doch diese Gegebenheiten wirken nicht nur nachteilig, sondern bergen auch Chancen. Die Vorteile fasst Oliver Holle so zusammen: „Europäische Technologieunternehmen stehen gerade aufgrund der Nachteile eines fragmentierten Heimmarktes und erschwertem Zugang zu Kapital wesentlich schlanker und effektiver da als ihre Konkurrenz in den USA. Andererseits bieten die USA im Allgemeinen und Silicon Valley im Speziellen Wachstumsmöglichkeiten, von denen wir hier nur träumen können. Genau hier wollen wir mit TheMerger einhaken und als Vermittler agieren.“
TheMerger ist global ausgerichtet, was sich auch im Advisory Board des Unternehmens widerspiegelt. Hier stehen bekannte Wirtschaftsgrößen aus dem Silicon Valley, Indien und Deutschland mit Rat, Tat und Netzwerken zur Verfügung. Es gibt auch ein Büro im Silicon Valley, denn dort sitzen 90 Prozent der potenziellen Käufer. Ein Spezialist für Mergers & Acquisitions arbeitet dort für TheMerger. Das Büro steht ebenso den von TheMerger bertreuten Unternehmen zur Verfügung und es gibt Wohnmöglichkeiten für Mitarbeiter. Damit ist die Schwelle für den Sprung über den großen Teich deutlich gesenkt.
Merger als Katalysator
Das Team um Holle betreibt laufend akribischen Research in der Technologiebranche. „Es mangelt selten an guten Ideen bei den Unternehmen, davon gibt es nahezu ein Überangebot. Was fehlt, ist ein Pfad, der aus einem Team mit einer guten Idee auch tatsächlich ein international relevantes Unternehmen entstehen lässt. Hier setzen wir an und wollen unsere Erfahrung und unser Know how einbringen“, sagt Oliver Holle.
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September 2010 / Peter F. Mayer
Den gesamten Artikel lesen Sie in der September-Ausgabe des pfm-Magazins.
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Fotos: Fotocredit: TheMerger
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