Als wichtigstes Argument für den Einsatz von webbasierten Kommunikationslösungen wie Webkonferenzen gilt häufig, dass Unternehmen ihre Mitarbeiter nicht quer über den Globus schicken müssen und so Reisekosten einsparen. In Webmeetings können beliebige Dokumente bei jedem Teilnehmer von allen bearbeitet werden, je nach Anbieter können so bis zu 600 Teilnehmer zu einem virtuellen Meeting eingeladen werden. Neben dem daraus entstehenden Return of Investment liegt ein weiterer wirtschaftlicher Nutzen der virtuellen Konferenz in ihrem CO2-neutralem Charakter. Laut der IBM Travel footprinting Analyse verursacht der Geschäftsreise- und Transportsektor 27 Prozent der Treibhausemissionen. Als optimale Alternative erkannt, beginnen viele Unternehmen, Webkonferenzen in ihre alltägliche Arbeitsorganisation zu integrieren. Zunehmend wird in ihnen das Potenzial gesehen, die Arbeitswelt deutlich umzugestalten.
Online-Meetings ermöglichen Unternehmen also sich als Trendsetter und Vorreiter zu positionieren – in einer nachhaltigen und CO2-neutralen Konferenz-Kultur. Die Integration mit anderen Anwendungen und die Vermittlung von Unternehmens-Multimedia-Inhalten sind wesentliche weitere Vorteile.
Image 2.0
Am trendigen „Image 2.0“ kommt im Grunde kein Unternehmen, das Projekte effizienter organisieren will oder die Einbindung in Social-Media-Plattformen anpeilt, vorbei. Es handelt sich um einen fest etablierten Markt, der insbesondere im Bereich der Webkonferenzlösungen kräftig am Wachsen ist. Der größte Vorteil liegt in den 1:1-Lösungen im Support-Bereich, wo der Kunde aufgrund der Bildschirm-Teilung bei IT-Problemen beispielsweise nicht mehr telefonisch in Anweisungshäppchen zur Problemlösung manövriert werden muss. „Es gibt kein großes Unternehmen, das solche Support-Lösungen nicht einsetzt“, erklärt Oliver Schwartz, Geschäftsführer des europaweit führenden Unternehmenskommunikationsanbieters Netviewer AG. Die Netviewer-Sessions sind von 1,3 Millionen im Jahr 2005 auf 7,2 Millionen 2009 geklettert. Der Großteil der Kunden sind IT-Unternehmen, Banken und Versicherungen sowie Dienstleistungsunternehmen. Vom deutschen Bundesamt für Sicherheit (BSI) wurden die Online-Support-Lösungen von Netviewer nach Common Criteria zertifiziert, was öffentliche Behörden oder die Industrie in Sitzungen mit ihren Herstellern und Lieferanten gegen Industriespionage schützt.
B2B-Marketing-Tool
Zudem entwickelt sich der Markt in Europa immer mehr in die Breite, was den Einsatz von Webkonferenzen und Webinaren (Live-Webcast) in Unternehmen zunehmend als Standard-Lösungen erkennen lässt. Bei Netviewer machen Webkonferenzen inzwischen 50 Prozent des Umsatzes aus, Webinare gewinnen insbesondere als leistungsstarke Instrumente im B2B-Marketing stark an Bedeutung. Webcast und Co haben im Bereich der Wissensvermittlung und Produktpräsentation ihren Print-Kollegen einiges voraus: Mit ihrer Hilfe können komplexe Zusammenhänge und Details für die B2B-Zielgruppe visuell dargestellt werden. Ein weiterer Vorteil von Webinaren ist, dass sie aufgezeichnet werden und auch jederzeit On-Demand zur Verfügung gestellt werden können.
Vielfacher Nutzen
Auch die Deutsche Telekom Value Added Services Austria bietet professionelle netzbasierte Services an. Allein in Österreich werden jährlich etwa sechs Milliarden Euro für Business-Reisen ausgegeben. Experten meinen, dass viele der Präsenzmeetings durch Telefon- und Webkonferenzen ersetzt werden können, wenn entsprechende Tools dafür auf den Markt kommen.
Die Ersparnis ist gleich doppelt, neben entfallenden Reisekosten kann auch die gewonnene Zeit für produktive Tätigkeiten genutzt werden. Die Nutzung der Mehrwertdienste der DT ist ohne Investition in Hard- und Software möglich. Bezahlt wird nur das, was wirklich genutzt wird. Die Kosten sind also vollständig variabel – genau das, was sich jeder CFO wünscht. Auch die Netviewer-Sessions müssen nicht installiert werden, gegen die Entrichtung einer monatlichen Flatrate wird eine Lizenz erworben, mit der ein Mitarbeiter im Unternehmen bis zu 100 Teilnehmer zu einer Webkonferenz einladen kann.
Ähnlich variabel und flexibel ist auch die Organisation von Webkonferenzen: Sie können spontan einberufen werden, bis hin zum automatisierten Aufbau zu einem bestimmten vordefinierten Zeitpunkt, zu dem das System alle vorher festgelegten Teilnehmer anruft. Die Kommunikation mit Kunden und Lieferanten wird dadurch effizienter, schneller und flexibler. Die enorme Flexibilität liefert Unternehmen einen starken Wettbewerbsvorteil und die Möglichkeit zu einer neuen Marktposition.
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Juni 2010 / Eva Zelechowski
Den gesamten Artikel lesen Sie in der Juni-Ausgabe des pfm-Magazins.
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