Massiv in Infrastruktur investieren

Facebook für privates, Google+ für das Geschäftliche?   Smartphones im Wintercheck   Weitere Verbesserung in Android 4.0.4 kommen für Galaxy Nexus   Berliner Polizei plant Patrouillen im Web 2.0   Pinterest: Das soziale Netzwerk für die schönen Dinge im Leben

Massiv in Infrastruktur investieren

 

Peter F. Mayer über das Stiefkind der Politik.

Die allseitige Krise bietet auch Chancen. Wenn der Staat schon Geld in die Hand nehmen muss um die Konjunktur anzukurbeln, dann kann man das Geld auch sinnvoll ausgeben. Optimal wäre alles, was sowohl Arbeitsplätze schafft oder sichert und die Konkurrenzposition unserer Wirtschaft für die Zukunft stärkt. Die Themen Bildung und Forschung sowie Energiesparinvestitionen sind als geeignet in der öffentlichen Diskussion schon identifiziert worden. Der Bereich, der bedauerlicherweise völlig ausgeklammert bleibt, ist die Infrastruktur.

Breitband, Internet und IT-Infrastruktur werden immer wichtiger, ohne sie ist modernes Business in der Zwischenzeit undenkbar. Österreich ist beim Ausbau von Breitband im internationalen Vergleich in der Zwischenzeit massiv zurückgefallen.

Stromnetze sind selbstverständlich. Der Strom kommt aus der Steckdose und Energie ist verfügbar – aber wie lange noch und vor allem zu welchem Preis? Im Moment ist der Ölpreis zwar gefallen, aber sobald die Wirtschaft wieder wächst, wird er stärker steigen als zuvor. Länder, die rechtzeitig in Smart Grids – intelligente Stromnetze – investieren, werden sehr bald einen enormen Konkurrenzvorteil haben.

Auf beiden Gebieten passiert in Österreich wenig bis gar nichts. Zwar ist Österreich bei mobilem Breitband an der Spitze. Aber das nützt der Wirtschaft allenfalls bei der Steuerung des Außendienstes. Das Rückgrat der Wirtschaft ist das über Kabel, am besten aus Glasfaser, geführte Breitband. Und da ist in Österreich seit Jahren ein totaler Investitionsstopp zu beobachten. Teils weil die Rahmenbedingungen nicht stimmen und die Investitionssicherheit nicht gegeben ist, teils weil die Mittel in den Konkurrenzkampf im Mobilfunkmarkt umgeleitet werden, teils weil es die verantwortlichen Manager, aus welchen Gründen auch immer, selbst nicht wollen. Wie es Georg Chytil, ein Insider, ausdrückt: "Das Festnetz ist wie ein Rettungsboot, in das alle hinein wollen. Aber es hat ein Leck, es ist aus Kupfer."

Massiv verschärft werden wird das Problem durch neue Technologien wie Cloud Computing und Virtualisierung (siehe Cover Story ab Seite 12). Und genau diese kostengünstige und leistungsfähige Technologie ist nur dann nutzbar, wenn eine ausreichend breitbandige Infrastruktur zur Verfügung steht. Und zwar mehr oder weniger flächendeckend.

Bei den Stromnetzen ist die Situation ganz ähnlich. In einem intelligenten Netz wird Strom verbraucht, wenn er verfügbar ist. Im Smart Grid werden Verbraucher wie Waschmaschinen oder andere Geräte, bei denen der Verbrauch nicht zeitkritisch ist, genau dann eingeschaltet, wenn Energie verfügbar und damit auch billig ist. Womit natürlich der Strombezug auch für Unternehmen, die zeitkritischen Energiebedarf haben, ebenfalls günstiger und vor allem sicherer wird. Schlüssel dafür ist aber wiederum die Kommunikation von Daten. Kein Wunder, dass Marktführer wie Alcatel Lucent auf dieses Thema setzen und erfolgversprechende Strategien für Energieversorger und Telekom-Unternehmen in White Papers erläutern.

Was müsste geschehen? Bei den Energieversorgern hat sowieso die öffentliche Hand das Sagen und auch bei der Telekom Austria. Es braucht einen klaren Auftrag in die Infrastruktur zu investieren und entsprechende Rahmenbedingungen. Beides ist binnen weniger Wochen zu schaffen. Politischer Wille und Einsicht in die kurzfristigen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und die langfristigen positiven Effekte für die Wirtschaft selbstverständlich vorausgesetzt. Nichts davon ist offenbar im Moment gegeben. Es sei denn man könnte dadurch das Zusperren von 1000 Postfilialen verhindern.

[...]

 

Dezember  2008 / Peter F. Mayer

 

Den gesamten Artikel lesen Sie in der November-Ausgabe des pfm-Magazins.

 

Mehr zum Thema

 

( )

Reaktionen auf diesen Artikel

Es wurden noch keine Reaktionen in diesem Forum eingegeben.

 
Massiv in Infrastruktur investierenMassiv in Infrastruktur investierenMassiv in Infrastruktur investieren Telekom-Presseon
Meinung  •  E-Book  •  Abo  •  Mediadaten
Massiv in Infrastruktur investieren
Massiv in Infrastruktur investieren Massiv in Infrastruktur investieren
Partner
Massiv in Infrastruktur investieren
Massiv in Infrastruktur investieren
Massiv in Infrastruktur investieren
Massiv in Infrastruktur investieren
Massiv in Infrastruktur investieren
Massiv in Infrastruktur investieren
Massiv in Infrastruktur investieren
Massiv in Infrastruktur investieren
Suche
Massiv in Infrastruktur investieren Massiv in Infrastruktur investieren
Google Suche
Weitere Artikel

Suchbegriffe: Massiv in Infrastruktur investieren