Die Sicherung von Arbeitsplätzen im ländlichen Raum ist ein Anliegen, welches der Maschinenring seit seiner Gründung im Jahr 1961 verfolgt. Über 11.000 Dienstleister, vorwiegend Landwirte, setzen ihre qualifizierten Kenntnisse gewinnbringend bei mehr als 19.000 Kunden österreichweit ein. Seit nunmehr 50 Jahren bieten die Vereine der Maschinenringe Österreich den Beschäftigten in der Land- und Forstwirtschaft eine zusätzliche Verdienstmöglichkeit und liefern somit einen Beitrag für ihre Erwerbs- und Existenzgrundlagen und stärken dadurch nachhaltig die unternehmerische Land- und Forstwirtschaft.
Maschinenring Oberösterreich
"Jedes Bundesland hat seinen eigenen Maschinenring. In Oberösterreich ist diese Vereinskultur wie in den restlichen Bundesländern aus einer gemeinnützigen Genossenschaft aus der bäuerlichen Kultur heraus entstanden; die Mitglieder sind gleichzeitig die Eigentümer", wie Jürgen Stadlbauer, Projektverantwortlicher des Maschinenrings Oberösterreich berichtet. Das Angebot richtet sich dabei nach der Marktnachfrage: So sind zum Beispiel im Winter an die 600 Personen beschäftigt, die bei Genossenschaften, Supermärkten und anderen öffentlichen Plätzen ihre Dienste verrichten. Der Nachweis der erbrachten Tätigkeiten wird beim Maschinenring OÖ wie auch in anderen Bundesländern seit Dezember 2008 auf elektronische Weise erbracht: Die Dienstleister sind mit einem PDA ausgestattet und können mittels der auf dem Handy installierten Zeiterfassungs-Software Moment Geo, die eine Ortung des Mitarbeiters über GPS ermöglicht, ihre Dienstleistungen zeit- und positionsgenau dokumentieren. Entwickler dieser Lösung ist die Ilogs Mobile Software GmbH, die auch in diversen anderen Bereichen, wie beispielsweise in der mobilen Hauskrankenpflege, ihre mobilen Software-Systeme für ihre Kunden nutzbringend einsetzt. Die Firma Ilogs hat den Maschinenring Österreich mit ihrem System Moment Geo überzeugen können. Das Klagenfurter Unternehmen setzte sich mit ihrer Software gegenüber internationalen Anbietern durch und wird bis Ende des Jahres 2000 Mitarbeiter mit dem System ausstatten.
Ilogs Mobile Software GmbH
Das Unternehmen ist auf die Entwicklung mobiler Datenlösungen spezialisiert; einer der Schwerpunkte liegt in der Mobilisierung von Geschäftsprozessen, der mobilen Zeit- und Leistungserfassung, sowie dem Auftragsmanagement via Push-Technologie. Im Gesundheitsbereich ist das Unternehmen mit über 5000 ausgestatteten Benutzern Marktführer. Inzwischen wurde das System ‚Moment‘ als Best Practice Lösung etabliert und wird als Technologiestandard für Branchen wie dem technischen Außendienst, Personalbereitsteller, Land- und Forstwirtschaft, Transport und Logistik verwendet. Klaus Kienzl, Managing Director von Ilogs Mobile Software, erläutert die Vorteile, die dem Maschinenring Österreich durch den elektronischen Leistungsnachweis entstehen: "Die Kunden von Maschinenring brauchen einen Nachweis, wann und wo eine Dienstleistung erbracht wurde. Wenn zum Beispiel durch eine nicht ordentlich erbrachte Leistung beim Kunden ein Unfall passiert, stellt sich immer die Frage nach der Haftung und der Kunde kann die Erbringung der Leistung anzweifeln." Bis dato wurde der Leistungsnachweis auf Papier erbracht; nun haben die qualifizierten Landwirte die Möglichkeit, rascher ihre Leistungen zu erfassen und können dank GPS-Ortung auch ihre Aufenthaltszeiten beim Kunden mit wesentlich höherer Verbindlichkeit dokumentieren. "Und das alles passiert auf Knopfdruck", so Kienzl. Jürgen Stadlbauer vom Maschinenring OÖ erörtert zusätzliche Vorteile, die nunmehr mit der elektronischen Lösung möglich sind: So sei es von Bedeutung, dass der Routenwechsel zwischen den Mitarbeitern einfacher weitergegeben werden kann, wenn jemand z.B. im Krankenstand oder auf Urlaub ist. Zudem ermöglicht der digitale Lieferschein, dass das Dokument nicht veränderbar und somit auch nicht manipulierbar ist. Maschinenring OÖ ist mit dem Service von T-Mobile äußerst zufrieden. "Wir haben 710 mobile Geräte im Einsatz und 70 Datenkarten. Entscheidend für Maschinenring OÖ ist die flächendeckende Erreichbarkeit und der Empfang, da ein ständiger Datenaustausch erfolgt. Sollte einmal an einer Stelle kein Empfang sein, werden die Daten am Gerät gespeichert und sobald der Empfang wieder möglich ist sofort an die Zentrale gesendet. T-Mobile ist auch deshalb in Frage gekommen, weil eine sehr gute Netzabdeckung zur Verfügung steht. Somit kommen die Mitglieder in den Genuss eines vollausgebauten Telekommunikationsnetzwerkes." Klaus Kienzl ergänzt: "Die mobilen Endgeräte müssen auch bei niedrigen Außentemperaturen im Winter funktionieren und auch einiges aushalten können." Auch hier habe man verschiedenste Hersteller evaluiert und sich aus dem Sortiment von T-Mobile schließlich für einen PDA von der Firma Motorola entschieden. Genutzt wird das Microsoft Betriebssystem Windows Mobile.
Datensicherheit
"Die gesammelten Daten werden an ein Rechenzentrum gesendet; durch verschiedene Security-Levels sind die Daten nur für Maschinenring zugänglich. Die Daten werden vom PDA zum T-Mobile Rechenzentrum gesendet und von dort haben wir eine VPN-Verbindung zu unserem Server über die die Daten weiter geleitet werden. Die gesamte Infrastruktur für den Datenaustausch vom PDA zu unserem Server wird von T-Mobile zur Verfügung gestellt. Aus Datenschutzgründen wurde von Ilogs darauf geachtet, dass die Daten selbst für den Provider nicht zugreifbar sind," wie Klaus Kienzl betont.
"Ein mobiler, elektronischer Leistungsnachweis kann auch in anderen Branchen Vorteile bringen", meint Kienzl. "Beispielsweise bei Security-Dienstleistern. Wenn die Mitarbeiter dort in regelmäßigen Zeitabschnitten ihre Kontrollrundgänge absolvieren müssen, kann die Verweildauer bei den einzelnen Objekten exakt aufgezeichnet werden und so die erbrachte Leistung gegenüber Dritten eindeutig nachgewiesen werden."
Partnerschaftlich
Klaus Kienzl zeigt sich über das Partnerprogramm, dass es bei T-Mobile derzeit gibt, erfreut. Einer der Partnerverantwortlichen für Ilogs bei T-Mobile ist Raimund Fischer, der über die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Ilogs und dem Maschinenring Österreich folgendes berichtet: "Wir wollen mit dieser Lösung auch die Gemeinden stärker ansprechen, da auch dort der elektronische Leistungsnachweis das Papier ersetzen wird. T-Mobile unterstützt dabei die ausgereifte Lösung von Ilogs. Beim Maschinenring Österreich werden bis Ende des Jahres etwa 2000 Nutzer mit dem Ilogs System arbeiten." Das Team um Raimund Fischer, das sich Partner und Solutions Management nennt und im Bereich Business Sales angesiedelt ist will den Partner-Vertrieb unterstützen und so auch die Geschäftsbereiche von T-Mobile weiter entwickeln. Mit den Partnern geht der Konzern dann eine Kooperation ein, die sich in gemeinsamen Auftritten und Sales-Aktivitäten äußert, aber auch gemeinsame Marketing-Maßnahmen vorsieht. "Jene Partner, mit denen wir eine enge Zusammenarbeit haben und die auch eine gewisse Qualität für eine funktionierende Kooperation mitbringen, können sich Qualified Partners nennen. Dabei gibt es unterschiedliche individuelle Vereinbarungen die getroffen werden, etwa bei der Unterstützung in Kundenprojekten oder auch der Erarbeitung gemeinsamer Businesspläne und der Realisierung gemeinsamer Zielvorgaben."
[...]
April 2009
Den gesamten Artikel lesen Sie in der April-Ausgabe des pfm-Magazins.
© Telekom-Presse
|
|
|
Telekom-Presseon |
|
|
Suchbegriffe: Innovative Mobilität für alle