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Innovative Technologien gehören zum Motor einer modernen und wirtschaftlich wettbewerbsfähigen Gesellschaft. Mit Förderungen wird der Motor geschmiert.

Informations- und Kommunikationstechnologien sind nicht nur die Basis einer modernen und wissens-orientierten Gesellschaft, sondern auch ein nicht unerheblicher Wirtschaftsfaktor. Das hat auch die Politik erkannt. Der Europäische Rat will sein in  Lissabon formuliertes Ziel, Europa zu einer führenden Wirtschaftsregion zu machen, über die Entwicklung einer erfolgreichen Informationsgesellschaft erreichen. Auch das österreichische Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) will mit Förderungen im IKT-Bereich volkswirtschaftliche Impulse setzen und stellt im Rahmen des 'austrian electronic network' (AT:net) in diesem Jahr insgesamt fünf Millionen Euro Förderungsgeld zur Verfügung. Mit der Abwicklung der mittlerweile vierten Ausschreibung ist die Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) beauftragt.

Wirtschaftsfaktor IKT  
Laut BMVIT betrug 2006 der Umsatz des IKT-Marktes am Bruttoinlandsprodukt in Österreich mit 17,92 Milliarden Euro zirka 2,9 Prozent. Dabei ist laut vergleichenden Untersuchungen der EU etwa ein Viertel der Zunahme des Bruttoinlandsprodukts und ungefähr 40 Prozent des Produktivitätszuwachses den Informations- und Kommunikationstechnologien zuzuschreiben. Mit 125.000 Beschäftigten ist die IKT-Branche in Österreich zudem ein wichtiger Arbeitgeber.

Mit AT:net soll diesem Umstand Rechnung getragen und die Einführung innovativer Breitbanddienste vorangetrieben werden. Bei einer Projekt-Laufzeit von vier Jahren stellt das BMVIT ungefähr 18 Millionen Euro zur Verfügung, die im Rahmen des Konjunkturpaketes I um weitere zehn Millionen Euro erweitert wurden. Das Programm unterstützt im Rahmen von jeweils zwei Ausschreibungen jährlich bis 2010 speziell KMU bei der Markteinführung von Breitband-Technologien. 'Aus unseren Erfahrungen hat sich gezeigt, dass die konkrete Umsetzung von Forschungsergebnissen insbesondere für KMU oft sehr schwierig ist und die finanzielle Unterstützung zumeist bei Vorliegen eines Prototypen endet. Das Förderungsprogramm deckt genau jenen anschließenden Bereich der Markteinführung ab', so die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie Doris Bures.

Als eines der Ziele der Förderung wird die Erhöhung der Nutzung von elektronischen Diensten genannt. Zudem will man den qualitativen und preisgünstigen Zugang zur Breitbandinfrastruktur intensiv fördern und die Entstehung einer digitalen Kluft verhindern. 'Einerseits ist die Verfügbarkeit von Breitband zurzeit gegeben, bedarf jedoch weiterer Innovationen im Hinblick auf die zur Verfügung gestellte Bandbreite. Andererseits besteht weiterhin bei der Nutzung hohes Potenzial das unmittelbar mit der Verfügbarkeit von innovativen Diensten und Anwendungen zusammenhängt. Wichtig sind auch Dienste und Anwendungen, die soziale Faktoren einer digitalen Kluft im Bereich der Nutzung zu überwinden helfen', so Jan-Martin Freese, zuständiger Programmleiter des FFG. 

Querschnittstechnologie
Laut dem 'Lisbon Review 2008' des World Economic Forum zählt Österreich im Innovationsbereich bereits zu einem der führenden Länder in Europa. Bei der Liberalisierung, den Zugangsmöglichkeiten (Verfügbarkeit und Kosten) und bei der Integration von Services, die eine hohe Bandbreite benötigen, hat Österreich allerdings noch Aufholbedarf. Im Festnetz-Segment zählt Österreich im Bereich der Breitbandpenetration im internationalen Vergleich noch nicht zu den führenden Ländern der Europäischen Union. Laut BMVIT liegt Österreich im Januar 2009 mit einem Verbreitungsgrad von 21,4 Prozent im Durchschnitt der EU 27, die einen Verbreitungsgrad von 22,9 Prozent aufweisen. Eine führende Rolle kann allerdings beim mobilen Breitband verzeichnet werden. Lag die Breitbandverbreitung im Januar 2009 in Österreich bereits bei 11, 4 Prozent, so kann der EU-Schnitt nur eine Durchdringung von 2,8 Prozent aufweisen. Dieses Potenzial will das BMVIT mit seinem Programm unterstützen.

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Juni 2009/ Claudia Thon 

Den gesamten Artikel lesen Sie in der Juni-Ausgabe des pfm-Magazins.

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