|
|
|
|
| Meinung • E-Book • Abo • Mediadaten • Impressum/Redaktion |
|
In die Zukunft investieren
Österreich hat weltweit die Nase vorn beim mobilen Internet – beim Ausbau der noch viel dringender benötigten Glasfaserinfrastruktur sind wir aber traurige Nachzügler. Der Rückstand soll aber nun endlich aufgeholt werden, geht es nach Playern wie Telekom Austria, UPC oder Wien-Energie-Tochter blizznet. Den Sinneswandel der Telekom Austria haben wesentlich drei Faktoren beeinflusst: Der Abgang von Boris Nemšic, der das Festnetz zugunsten des Mobilfunks ausgehungert hat und sein mehr an die Zukunft denkender Nachfolger Hannes Ametsreiter; die enorme Aufrüstung der Bandbreite in den Kabelnetzen angeführt von UPC; und die laufende Zunahme von Bandbreiten im Mobilfunk. Neuer Rahmen durch TKG Novelle Die Novelle wurde fast von der gesamten Branche begrüßt, nur UPC-Chef Thomas Hintze war ziemlich vehement dagegen. Offenbar hatte er seinen Eigentümern versichert, dass seine Infrastruktur nicht angetastet würde, was aber nach dem neuen Gesetz nicht mehr haltbar sein wird. Und natürlich versucht Hintze auch seine Marktanteile zu verteidigen. In weiten Teilen Wiens hat UPC mit Kabel-Internet an die 80 Prozent, die TA hingegen nur etwa 18 Prozent. Neue TA Politik Das neue Gesetz und die veränderte Haltung der TA-Führung werden sich positiv für Österreich und die gesamte Branche auswirken. Genau das prognostiziert auch das WIFO in einer Anfang des Monats bei den Technologiegesprächen in Alpbach präsentierten Studie. Ausbau bei UPC Hintze war auch einer der schärfsten Kritiker der Novelle und stand mit seiner UPC bisher im Schmollwinkel. Das scheint sich aber nun zu ändern: „Als innovatives Unternehmen stehen wir konstruktiven Gesprächen über eine nachhaltige Umsetzung des Glasfaserausbaus und Investitionen in die Infrastruktur Österreichs immer offen gegenüber“, gibt sich Hintze vorsichtig kooperationsbereit. Die blizznet Offensive` Am Ausbau dieses Netzes arbeiten verschiedene Betriebe der Stadt Wien. Glasfaser-Leerrohre werden mit den Strom- und Fernwärme-Leitungen mitverbaut. Die Wiener Linien verlegen zusätzlich Glasfasern im U-Bahn-Bereich und im Oberflächenbereich bei den Straßenbahnlinien. Das Vertriebsmodell von blizznet ist kürzlich umgestellt worden. Hatte man früher Kunden direkt angesprochen, so geschieht dies nun ausschließlich über Partner. „Wir wollen der Anbieter von Breitbandinfrastruktur in Wien sein“, formuliert blizznet Vertriebsleiter Christian Reim seine Mission. Die Partner reichen von der Telekom Austria über next layer GmbH bis zu ganz kleinen Providern, für die auch eine technische Infrastruktur verfügbar gemacht wird. Die Services, die blizznet den Vertriebspartnern anbietet, reichen von Internet über Telefonie, Datensicherung, Videoüberwachung bis hin zu IP-TV. Ein typischer Endkundenpreis ist Euro 19,90 für 10 Mbit/sec symmetrisch (d.h. sowohl im Download als auch im Upload). 100 Mbit/s symmetrisch, IP-TV mit 78 Sendern und drei Handys werden etwa vom blizznet-Partner TeleTronic um Euro 69,90 im Monat angeboten. Für Endkunden sind bis zu 100 Mbit/s symmetrisch verfügbar und Firmenkunden können mit einem bis maximal zehn Gbit/s symmetrisch angeschlossen werden. Hier zeigen sich auch ganz deutlich die Vorteile von Glas- gegenüber Kupfer- und Kabelnetzen. In beide Richtungen können höchste und vor allem gleiche Bandbreiten verfügbar gemacht werden, die dem Kunden auch wirklich immer zur Verfügung stehen. Gegenseitige Störungen oder Ausfälle durch Blitzeinschläge sind nicht möglich. Und es gibt auch keinen Elektrosmog.
[...] September 2009 / Peter F. Mayer Den gesamten Artikel lesen Sie in der September-Ausgabe des pfm-Magazins.
( ) © Telekom-Presse
|
Suche
Google Suche
Weitere Artikel
Newsletter
|