Enterprise Governance verlangt die Einhaltung einer steigenden Anzahl von gesetzlichen Anforderungen. Da Geschäftsprozesse immer mehr IT-gestützt ablaufen, wirkt sich dies massiv auf die IT aus. Daher ist Enterprise Governance ohne Berücksichtigung einer IT-Governance überhaupt nicht mehr möglich. Hierfür muss die Entwicklung der Unternehmen und deren Geschäftsfelder in den letzten Jahren in Betracht gezogen werden. Vor Jahren war IT-Governance sicher noch ein Stiefkind im Bereich der Enterprise Governance, doch kann man feststellen, dass aufgrund der immer größeren IT-Abhängigkeit auch in den Geschäftsführungsetagen ein immer größeres Bewusstsein erlangt wird, dass eine Enterprise Governance ohne IT-Governance nicht möglich ist.
Die Entwicklung zeigt, dass immer mehr internationale Richtlinien und Gesetze, sei es nun SOX, Basel II oder die 8. EU-Richtlinie (siehe Kasten) Auswirkungen auf und Anforderungen an die IT haben und eine gesteigerte IT- Governance fordern. Doch das kostet.
Der Anbieter von IT-Management-Software, CA, stellte im Rahmen seiner Anwenderkonferenz CA World in Las Vegas Mitte November die Ergebnisse einer unabhängigen weltweiten Studie zu den Kosten von Compliance-Maßnahmen vor. Die Studie von GMG Insights hat 575 IT-Leiter von großen und mittelständischen Unternehmen weltweit befragt. Die Studie zeigt auf, dass ein zentraler Faktor für die steigenden Compliance-Kosten in der Natur der sich ständig ändernden Richtlinien liegt.
Erhöhte IT-Ausgaben
In Nordamerika berichten 41 Prozent der Unternehmen, dass die Einführung von neuen Regularien der Grund für die Zunahme der Compliance-Ausgaben war. In der Region Asien-Pazifik machten 55 Prozent der Befragten dieselbe Erfahrung. In Europa und Zentral-/Südamerika sind es 40 Prozent beziehungsweise 29 Prozent der Unternehmen, die über erhöhte Compliance-Ausgaben klagen.
Als weitere Ursache für gestiegene Compliance-Anforderungen nannten die Befragten die Änderung von Richtlinien. Die Studie belegt zudem, dass die Mehrzahl der Befragten versucht, auf manuellem Wege die Einhaltung von Compliance-Vorgaben zu erreichen. Klar ist, dass das Fehlen einer zentralen Kontrolle "die Garantie für schwindelerregende Ausgaben" ist.
Mehr als zwei Drittel der Befragten gaben an, dass sie Informationen über den Status ihrer IT-Compliance-Kontrollen oft in unterschiedlichen Unternehmensbereichen vorhalten. Mehr als 75 Prozent der Befragten sagten, dass die Durchführung ihrer IT-Compliance-Kontrollen im besten Fall aus einer Kombination automatisierter und manueller Prozesse besteht.
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Dezember 2008 / Klaus Lackner
Den gesamten Artikel lesen Sie in der Dezember-Ausgabe des pfm-Magazins.
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Suchbegriffe: IT-Governance drückt auf IT-Budgets