In letzter Zeit schießen Rechenzentren aus dem Boden, die mit Energieeffizienz punkten sollen. Yahoo plant sogar, im US-Bundesstaat New York ein Rechenzentrum zu errichten, welches einem Kühlkonzept für Hühnerställe ähneln soll. Im Europaindustriepark in München geht man die Sache ein wenig anders an: Im Rechenzentrum von T-Systems findet sich sei kurzem ein rund 40 Quadratmeter großes Testlabor, mit dem die Bedingungen in allen nur erdenklichen Rechenzentren simuliert werden können. Das Projekt mit Namen „DataCenter 2020“ wurde mit Kooperationspartner Intel ins Leben gerufen. Das Ziel dieser Testeinrichtung: Die bestmöglichen Bedingungen für Rechenzentren zu erforschen, damit diese mit maximaler Energieeffizienz arbeiten können.
Ökonomisch
Die Ergebnisse werden Mitte des Jahres 2010 veröffentlicht. Nicht nur T-Systems und Intel sollen von den Ergebnissen profitieren: Die Informationen werden veröffentlicht und sollen auch andere Betreiber dabei unterstützen, das für sie optimale Rechenzentrum zu gestalten. Weshalb es so lange dauert, bis erste Ergebnisse veröffentlicht werden? „Weil Tausende von Messungen gemacht werden müssen, wo mit vielen verschiedenen Variablen gerechnet werden muss. Das ganze ist vergleichbar mit einem Lottospiel“, gibt Norbert Riepl, T-Systems, an. In der ersten Phase wird über die optimalen Bedingungen geforscht, über die ein klimafreundliches Rechenzentrum verfügen muss. Noch dieses Jahr sollen die ersten Ergebnisse vorliegen. Olaf Heyden, Geschäftsführer T-Systems und Leiter ICT Operations dazu: „Das Projekt ist das erste und einzige weltweit, welches sich dem Thema Energieeffizienz im Rechenzentrum in mehr als umfassenden Ausmaß widmet.“
Zusammenspiel der Komponenten
In dem weltweit ersten Testlabor erforschen jeweils zehn Experten von Intel und T-Systems das Zusammenspiel der verschiedenen Komponenten – unter anderem Server, Umluftkühler, Raumvolumen und Deckenhöhe. Ziel soll unter anderem sein den Stromverbrauch in Rechenzentren und damit den CO2-Ausstoß nachhaltig zu reduzieren. Erst die gesamte Analyse aller Komponenten kann veranschaulichen, wie sich ein Rechenzentrum am effizientesten betreiben lässt. So spart eine geringere Kühlungsleistung zwar Kosten, dafür drehen sich aber die Lüfter in den Servern durch die höhere Raumtemperatur schneller und erhöhen den Energieverbrauch deutlich.
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November 2009 / Vera Bauer
Den gesamten Artikel lesen Sie in der November-Ausgabe des pfm-Magazins.
( )© Telekom-Presse
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Fotos: Fotocredit: Intel
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