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Die Bürgerkarte geht neue Wege
Am Konzept der Bürgerkarte gab es in den letzten Jahren wiederholt Kritik. Zum einen sind es die Datenschützer, die vor einer Karte warnen, die viele Funktionen vereint und so die Überwachung erleichtert. Zum anderen wird die Höhe der Mittel, die bisher für die wenig erfolgreichen Bürgerkarten aufgewendet wurden, kritisiert. Insgesamt wurden bis dato nämlich lediglich 100.000 Bürgerkarten freigeschaltet. Zufrieden ist man damit nicht, bestätigt auch Roland Ledinger, Bereichsleiter der IKT-Strategie des Bundes und Geschäftsführer der Plattform Digitales Österreich. Das Fehlen sogenannter Killerapplikationen, aber auch die wenig komfortable Handhabung sind sicher die wichtigsten Gründe für die mangelnde Akzeptanz der Bürgerkarte. Lesegeräte für die man mühsam Treiber suchen musste oder die Bürgerkarten-Software die man am PC installiert, schreckten viele potenzielle Nutzer ab. Doch seit einigen Monaten werden diese Hürden sukzessive abgebaut: 'Wir haben die Komponenten, die immer sehr stark kritisiert wurden, wie zum Beispiel die Usability, verbessert. Bei die Infrastruktur ist das Thema Software gelöst, besser gesagt dieses Thema fällt komplett weg. Die Software wird vom Browser über einen Java-Script abgewickelt, ohne dass man eine Installation braucht', erklärt Ledinger. Auch 'alle neuen Standardkartenleser' werden nun sofort von den Systemen erkannt, verspricht Ledinger, so dass man unmittelbar nach dem Anschließen des Gerätes mit der Arbeit beginnen kann. In Zukunft wolle man aber den Kartenleser auch wegbekommen, so Ledinger. Mobile Signatur Das E-Bankig mit der mobilen Bürgerkartensignatur könnte also so etwas wie die sehnsüchtig erwartete Killerapplikation werden. Derzeit gibt es in Österreich 1,3 Millionen aktive E-Banking-User, circa 500.000 von ihnen können über eine Bürgerkarte in ihre Accounts einsteigen. 'Das ist für uns kein geringes Potenzial', meint Ledinger. 'Die großen Banken haben wir ja schon erreicht, die ganz großen noch nicht. Es schmerzt, dass die Bank Austria nicht dabei ist, aber dafür sind es Raiffeisen und Bawag.' Digitales Österreich will diese Lösung weiterhin promoten, denn 'die Banken müssen hier keine neue Umgebung schaffen und wir garantieren auch hohe Sicherheit, die ist ja den Banken und ihren Kunden sehr wichtig', so Ledinger. September 2009 / Olivera Stajić Den gesamten Artikel lesen Sie in der September-Ausgabe des pfm-Magazins. ( )© Telekom-Presse
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