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Der Kraftakt zum Grünruck
Ein Jahr nach dem Höhepunkt von Barack Obamas Hoffnungswahlkampagne ist die Stimmung schlecht. Trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit im Kongress wirken die Republikaner geradezu entfesselt in ihrer Regierungskritik. Die Spanne reicht von einfacher Ablehnung bis zu wilder Aufwiegelei von Seiten rechter Radio-Talkmaster. Für den Geschmack der Linken wiederum verspricht der Präsident zu viel und handelt zu wenig. Auch würde bei vielen Themen deutlich, dass Obamas Kompromisse zu groß und die Lobbyisten der Industrie zu stark seien. Wir werden grün Dass es den USA ernst ist, scheint für Beobachter festzustehen, seit der Physiker und Klimaschutzexperte John Holdren als Wissenschaftsberater an Barack Obamas Seite geholt wurde. Eine Woche vor der Entscheidung hatte sich der damals noch designierte US-Präsident für „Windfarmen, Solaranlagen und treibstoffsparende Autos“ ausgesprochen. Deutlich wurde die Richtungsänderung schließlich mit der Berufung des Physiknobelpreisträgers Steven Chu zum Energieminister. Chu gilt als Verfechter alternativer Energiegewinnung und setzt sich gegen den Treibhauseffekt ein. Vor seiner Berufung nach Washington leitete er das Lawrence Berkeley National Laboratory, das zum Energieministerium gehört und eines der wichtigsten Energieforschungsinstitute des Landes ist. Dass die USA einen umfassenden Energieplan benötigen, steht auch bei vielen Konservativen außer Zweifel. Vor zwei Jahren stammten lediglich sieben Prozent der Energie aus erneuerbaren Quellen, das meiste davon, so die Zahlen der Marktforscher von Emerging Energy Research, aus Wasserkraft. Nur etwa ein Prozent geht auf Windnutzung zurück, doch die Tendenz ist steigend. Obama ist längst nicht der erste US-Präsident, der die Energiepolitik der USA unter neue Vorzeichen stellen und die Abhängigkeit von ausländischem Öl eindämmen will. Dies stand sowohl bei Jimmy Carter als auch bei George H. W. Bush am Plan. Doch jedes Mal, wenn der Ölpreis sank, schienen die guten Vorsätze vergessen. Biobenzin Sonne, Wind und Co Die große "Ernte" von Wind- und Sonnenenergie findet allerdings vorrangig in den Wüsten statt. Tausende Kilometer von Stromleitungen werden hier notwendig, um den Ökostrom zu den Abnehmern zu bringen. Nicht zu vergessen gilt es dabei den allgemeinen Zustand des Stromnetzes, der sich, so Obama, seit der Ära des Schwarzweißfernsehens nicht allzu sehr verändert habe. Geld für ein solches „besseres, intelligenteres“ Stromnetz wurde zwar ebenfalls im Stimuluspaket bereitgestellt, doch die Summen gelten angesichts des Nachholbedarfs als Tropfen auf den heißen Stein. [...] November 2009 / Alexandra Riegler Den gesamten Artikel lesen Sie in der November-Ausgabe des pfm-Magazins.
( ) © Telekom-Presse
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