Business Intelligence in der Praxis

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Geschäftsabläufe optimieren, Kunden- und Lieferantenbeziehungen
profitabler machen, Kosten senken, Risiken minimieren und die Wertschöpfung vergrößern – das alles versprechen BI-Tools ihren Kunden. Vier Beispiele aus der Praxis zeigen, wie es funktionieren kann.

Business-Intelligence-Tools (BI) sind ein Gebot der Stunde. Mehr als die Hälfte der heimischen Unternehmen beabsichtigen Planungswerkzeuge einzuführen beziehungsweise zu optimieren. Gleichzeitig ist man in mehr als einem Drittel der Unternehmen bestrebt, den Planungszeitraum zu verkürzen (36 Prozent) und die Planung zu dezentralisieren (29 Prozent) – heißt es in einer jüngst präsentierten Studie des Österreichischen Controller Instituts (ÖCI) zum Thema Planung und Reporting. Mehr als die Hälfte der Befragten, nämlich 64 Prozent, wünschen sich ein schlagkräftigeres Reporting, unterstützt von einer User-freundlichen Softwarelösung: 59 Prozent der Unternehmen möchten die optische Aufbereitung der Reports verbessern, 46 Prozent die Kommentierung intensivieren, 35 Prozent der Unternehmen planen verstärkt nicht-monetäre Kennzahlen in das Reporting aufzunehmen und 29 Prozent streben an, das Berichtsdatum vorzuverlegen. Studienautor Mirko Waniczek meinte dazu: „Angesichts der wirtschaftlich angespannten Situation sehe ich eine Renaissance der integrierten Planung. Dazu zähle ich Tools wie Corporate Planner, Professional Planner und Co-Planner, eventuell auch Infor.“

„Wichtig ist es, die Lösung und nicht den Anbieter zu kaufen“, rät Carsten Bange, Gründer und Leiter des BARC (Business Application Research Center) in Würzburg. Außerdem sollten bei der Software-Auswahl sowohl die Fachbereiche als auch die IT-Abteilung eingebunden sein. Angesichts der Excel-Dominanz – ohne Excel läuft nach wie vor nichts im Controlling – ist eine möglichst einfache Excel-Integration ebenfalls von entscheidender Bedeutung.

Infor PM10 bei Orange
„Die neue Lösung sollte nicht nur flexibel sein, sondern auch über ein Excel-Frontend verfügen. Denn nach wie vor arbeitet Orange Austria zu einem Teil mit Excel-Tabellen, deren Inhalte sich ohne große Mühe in das Tool übertragen lassen sollten. Zudem sollte die neue Wunschlösung flexibel im Aufbau der Daten-Cubes sein und ohne viele verschiedene Planungsmasken auskommen“, erinnert sich Margot Hafner-Berchtold, Head of Controlling bei Orange Austria, über die Anforderungen zur Auswahl einer geeigneten BI-Software. Ende 2008 wurde entschieden, die alte Lösung durch Infor PM10 zu ersetzen. PM10 ist eigentlich eine Performance Management (PM-)Software für strategisches Management, Planung und Budgetierung sowie Rechnungslegung, Finanzkonsolidierung und Forecasting. Während der Implementierungsphase stand die Migration der gesamten bestehenden Cube-Landschaft im Mittelpunkt.
Heute arbeiten zwölf Mitarbeiter im Controlling mit der neuen Lösung und erstellen damit Gewinn- und Verlustrechnungen oder Budgetplanungen. Dabei profitiert Orange Austria besonders von einer deutlich schnelleren Datenübernahme aus Vorsystemen und von einem zentralen Datensystem, über das alle Mitarbeiter immer Zugriff auf die aktuellen Daten haben. „Die neue Lösung ist deutlich transparenter, effizienter und flexibler zu handhaben“, ist Hafner-Berchtold zufrieden. Zudem ist Infor flexibel im Aufbau der Daten-Cubes: So nutzt Orange Austria Datenmodelle unterschiedlichen Aufbaus, zum Beispiel für die Gewinn- und Verlustrechnung des Unternehmens, für aggregierte Teilnehmer- und Nutzungs-Daten oder für Umsatzanalysen. Neben den Controllern soll künftig auch ein Teil der Marketing-Abteilung mit Infor PM10 arbeiten. Andere heimische Infor PM10 Kunden sind etwa Österreichs größter Baustoffhändler Quester, die Kärntner Kelag sowie die Vamed-Gruppe, Spezialist zur Abwicklung und Betreuung von komplexen Gesundheitsprojekten.


„Wer heute eine BI-Software auswählt, muss sicher sein, dass sie mit der Entwicklung des Unternehmens Schritt halten und auch ständig wachsende und heterogene Datenmengen verlässlich, schnell und sinnvoll auswerten kann“, sagt Josef Schmid, Geschäftsführer von Infor Österreich. Die meisten Unternehmen setzen BI-Lösungen bisher vornehmlich im Finanzbereich für ihr Controlling ein oder erstellen Berichte fürs Management und die Geschäftsführung. „Wir sehen aber auch Wachstum für weitere Unternehmensbereiche wie Risikomanagement oder Forschung und Entwicklung“, sieht Schmid noch weitere künftige Ziel-Bereiche.

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Juni 2010 / Christine Wahlmüller 

Den gesamten Artikel lesen Sie in der Juni-Ausgabe des pfm-Magazins.
 

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