Abseits des öffentlichen Interesses fördert das BMVIT (Bundesministerium für Verkehr Innovation und Technologie) mit Millionenbeträgen die Entwicklung von intelligenten Verkehrssystemen. Schlagzeilen machen hingegen vor allem der Streit um die Postämter, der steile Sinkflug der AUA und die horrenden Defizite von Bahn und Straße. Besonders interessant für die österreichische Wirtschaft sind die Aktivitäten mit der Autoindustrie, repräsentiert doch diese in Österreich mit 175.000 Beschäftigten und einem Umsatzvolumen von 35 Milliarden Euro etwa zehn Prozent der nationalen Wertschöpfung. Allgemein anerkannt ist auch, dass gerade der private Verkehr stark zur Reduktion von Treibhausgasen beitragen kann und muss. Dazu sind aber alternative Antriebstechnologien erforderlich, abseits von den veralteten und die Umwelt verschmutzenden Verbrennungsmotoren.
Förderprogramme
Das BMVIT hat dafür seit 2002 entsprechende Förderprogramme aufgelegt. Von 2002 bis 2006 flossen aus dem A3-Programm 24 Millionen Euro in die Entwicklung alternativer Antriebstechnologien. In den Jahren 2007 und 2008 wurden über das A3Plus-Programm weiter zwölf Millionen locker gemacht. Insgesamt 86 Projekte wurden unterstützt, davon etwa die Hälfte über Wasserstoff und Brennstoffzellen. Seit dem Vorjahr neigt sich dem internationalen Trend folgend aber die Forschungstätigkeit verstärkt der Elektrifizierung der Antriebe zu. Burkhard Göschel, CTO von Magna in Graz, formuliert den Trend pointiert: "Die Zukunft des Automobils ist elektrisch.“
Um die Zusammenarbeit mit der Industrie zu intensivieren und besser zu koordinieren wurde im Jahr 2006 der Verein A3PS (Austrian Agency for Alternative Propulsion Systems)
gegründet.
Vorstandsvorsitzender ist Andreas Dorda, der gleichzeitig Stellvertretender Leiter der Abteilung Mobilitäts- und Verkehrstechnologien im BMVIT ist. Zu den insgesamt 27 Mitgliedern zählen etwa AVL List, Magna, Fronius, OMV, Plansee und eine Reihe von Universitätsinstituten. Die Funktion von A3PS ist hauptsächlich die einer Informationsdrehscheibe und eines Impulsgebers. Das wirkt in beiden Richtungen. Das Ministerium ist in einer ganzen Reihe internationaler Gremien vertreten, bei denen es um Standardisierungen oder um neue Richtlinien geht. Die Position der Branche fließt damit in Entscheidungen auf internationaler Ebene ein und umgekehrt ist der Informationsfluss ebenfalls gewährleistet. Die Unternehmen können sich so besser auf neue Entwicklungen vorbereiten.
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Dezember 2008 / Peter F. Mayer
Den gesamten Artikel lesen Sie in der Dezember-Ausgabe des pfm-Magazins.
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